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UV-Oxidation von komplexen Cyaniden und AOX - Bei der Fertigung von Stahlwerkstücken erfolgt oft als letzter Schritt eine Veredelung der Oberfläche durch Kupfer oder Nickel. Je nach Verfahren enthalten die dazu verwendeten Prozeßbäder große Mengen an Cyanid.
Zur Entgiftung von Cyaniden in Spül- und Prozeßbädern wird noch häufig die Oxidation mit Chlorbleichlauge (Natriumhypochlorit) angewandt. Auf diese Weise kann man freie Cyanide und komplexe Cyanide (Cyano-Komplexe) entgiften. Nachteilig ist, daß im Prozeßwasser vorhandene organische Verbindungen durch die Chlorbleichlauge chloriert werden, wodurch der Gehalt an AOX (adsorbierbare organische Halogenverbindungen) ansteigt und für ein neues Problem sorgt. Als weitere Nachteile kommen die relativ lange Reaktionszeit und die unerwünschte Aufsalzung hinzu. Ohne diese Nachteile lassen sich freie und komplexe Cyanide durch ein neueres Verfahren, die durch Ultraviolett-(UV)-Licht aktivierte Oxidation, entgiften.
| Copyright: | © Steinbeis-Transferzentrum Umwelttechnik | |
| Quelle: | Fachbeiträge (April 2005) | |
| Seiten: | 4 | |
| Preis: | € 4,00 | |
| Autor: | Professor Dr. Bernd Wurster | |
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